Autos, die Geschichte schrieben, schnelle Renner, glänzendes Blech, hochgezüchtete Hightech-Motoren mit vierstelligen Pferdestärken und einmalige Prototypen: 22 Männer und zwei Frauen erlebten auf Einladung der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Dahle Höhepunkte der Automobilgeschichte.
Ein Tagesausflug der EFG führte zum Deutschen Automobilmuseum im hessischen Dietzhölztal-Ewersbach. Detlef Peschen vom Leitungskreis der Gemeinde begrüßte die Teilnehmer, hielt im Bus eine Andacht und erklärte den Ablauf der Tour. Knapp zwei Stunden leitete ein Museumsführer die Gruppe durch die Ausstellungen, bevor sich jeder auf eigene Faust umsehen konnte.

Der Unternehmer Prof. Dr. Friedhelm Loh hat seine einmalige Auto-Sammlung erst vor zwei Jahren als „The Loh Collection“ in einem Museum öffentlich zugänglich gemacht. Über 180 Zeugnisse automobiler Geschichte der letzten 140 Jahre glänzen seitdem dort in elf Hallen und Museumsräumen. Hinzu kommen Exponate der Sonderausstellungen wie derzeit Fahrzeugen aus „75 Jahren Formel 1“. Die Fläche allein reicht nicht, um alle Schätze auf dem Boden zu präsentieren: So wie andere Sammler ihre Modelle in Vitrinen an der Wohnzimmer-Wand aufhängen, so parken in Dietzhölztal Dutzende echte Fahrzeuge im „Wandregal“. Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind alle Ausstellungsstücke fahrbereit, wie der Museumsführer der Gruppe aus Dahle versicherte. Das gilt für die Oldtimer-Drehleiter mit Hybrid-Antrieb genauso wie für Klassiker der Mobilgeschichte wie dem Modell T, Käfer oder Ente, Kino-Stars wie den DeLorean DMC-12 oder Staatskarossen wie den Mercedes-Benz 770 K Cabriolet F aus dem Jahr 1939. Allein die Optik der Wagen lässt staunen. Richtig interessant wird es aber, wenn ein Museumsführer die Geschichte der rollenden Zeitzeugnisse lebendig werden lässt.

Wer sich mit Oldtimern nicht auskennt, dem fielen die vielen Ersatzreifen an den richtig alten Wagen auf. Die Erklärung dafür mag heutigen Verkehrsteilnehmern ein Trost sein: Als Pferde und Kutschen das Straßenbild beherrschten, waren die Fahrwege noch sehr viel schlechter als heute. Da konnte man für den Ausflug schon drei Ersatzreifen gebrauchen. Auch der Verbrauch einiger Fahrzeuge von 200 Litern auf 100 Kilometer ließ aufhorchen.
Jeder der Fahrten-Teilnehmer aus Dahle entdeckte seinen eigenen Favoriten und die meisten hätten sich gerne noch länger umgesehen in dem Museum.